Internet & Konnektivität
Bankwesen und Finanzen auf den Kanaren
Die Einrichtung von Bankdienstleistungen ist für das Leben auf den Kanaren unerlässlich. Das spanische Bankensystem ist modern und gut reguliert.
Ein Bankkonto eröffnen
Für die Eröffnung eines spanischen Bankkontos benötigt man in der Regel: gültigen Reisepass oder NIE, Adressnachweis (Empadronamiento-Bescheinigung oder Rechnung eines Versorgungsunternehmens) und Beschäftigungs- oder Einkommensnachweis (für Nicht-Basiskonten). Wichtige Banken: Santander, BBVA, CaixaBank, Sabadell, Bankinter, Abanca und Cajasiete (lokale kanarische Bank).
Online- und Mobile-Banking
Alle großen Banken bieten umfassende Online- und Mobile-Banking-Apps an. Rein digitale Banken wie N26, Revolut und Wise sind in Spanien mit spanischer IBAN tätig und können mit einfacheren Dokumentationsanforderungen eröffnet werden. Für regelmäßige monatliche Überweisungen werden traditionelle Bankkonten mit spanischer IBAN von lokalen Anbietern generell eher akzeptiert.
Steuern auf den Kanaren
- IGIC (Kanarische Allgemeine Indirekte Steuer): 7% allgemein, 3% ermäßigt, 0% auf bestimmte Grundprodukte. Ersetzt die festländische Mehrwertsteuer (IVA, 21%).
- IRPF (Einkommensteuer): Progressive Sätze von 19% bis 47,5% je nach Einkommen. Die Kanaren haben etwas niedrigere Steuerstufen als das spanische Festland.
- ZEC (Kanarische Sonderzone): Besonderes Steuersystem für Unternehmen mit ermäßigtem Körperschaftsteuersatz von 4% (gegenüber 25% allgemein). Erfordert die Erfüllung bestimmter Investitions- und Beschäftigungskriterien.
- Grundsteuer (IBI): Jährliche Gemeindesteuer auf Immobilien, typischerweise 0,4–1,1% des Katasterwerts.
Renten und Ruhestand
EU-Rentner können ihre Renten- und Gesundheitsansprüche mit dem S1-Formular nach Spanien übertragen. Ausländische Renteneinkünfte unterliegen der spanischen IRPF. Doppelbesteuerungsabkommen bestehen mit den meisten EU-Ländern, Großbritannien und anderen, um Doppelbesteuerung zu vermeiden.